Musikkapelle Kiefersfelden e.V. / Musikkapelle als kulturelle Bereicherung
14
Jan

Musikkapelle als kulturelle Bereicherung

Jahreshauptversammlung der MKK

Bei der turnusgemäßen Hauptversammlung konnte Vorstand Werner Schroller neben der kompletten Vorstandschaft, den Mitgliedern und Marketenderinnen auch Bürgermeister Hajo Gruber und den Musikunterstützungsverein begrüßen. Gruber betonte gleich zu Beginn der Versammlung die ganz besondere Bedeutung der Kapelle für das kulturelle Leben in Kiefersfelden und dankte dem Dirigenten und seiner Mannschaft für deren Bereitschaft, immer wieder neue künstlerische Wege einzuschlagen.

Vorstand Werner Schroller blickte in seiner Ansprache auf das vergangene Jahr zurück, es sei turbulent und von vielen Einsätzen geprägt gewesen, die aber auch großen Spaß und Freude gemacht hätten. Er sprach seinen aufrichtigen Dank an alle aus, die sich wieder zum Wohle der Kapelle eingebracht und engagiert hatten. Auch Dirigent Hans-Jürgen Doetsch betonte anschließend, dass ihm seine Tätigkeit sehr viel Freude bereite und er in den vergangenen zwei Jahren zusammen mit der Musikkapelle immer wieder gerne neue Wege beschritten habe. Er dankte den Musikern für die erbrachten Leistungen und allen unermüdlichen Helfern für ihre große Einsatzbereitschaft. Zuletzt gab Doetsch noch einen Ausblick auf die nächsten musikalischen Einsätze – insbesondere auf das Kieferer Bierzelt im April, bei dem er wieder mit einer tollen Show das Publikum begeistern möchte.

Nach den Berichten von Kassier, Schriftführer und Kassenprüfer erfolgte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft, bevor zweiter Vorstand Matthias Reheis einen Bericht über die Vereinstätigkeit im Bereich der Jugendarbeit abgab. Neben der bestehenden Jugendmusik und der allgemeinen Förderung der Instrumentalausbildung hatte die Kapelle im vergangenen Jahr in Kooperation mit der Musikschule Rosenheim und der Grund- und Mittelschule Oberes Inntal in Kiefersfelden eine Bläserklasse ins Leben gerufen, die mittlerweile gut angelaufen sei. Dieses schulische Konzept der blasmusikalischen Ausbildung und Förderung soll im kommenden Jahr fortgeführt und weiter ausgebaut werden.

30
Dez

Pater Matthäus verabschiedet

MKK gestaltete Abschiedsfeier musikalisch mit

Mit einem vom Kirchenchor, dem Männergesangsverein und dem Jugendchor musikalisch untermalten Gottesdienst wurde Pater Matthäus von der Kirchengemeinde Kiefersfelden verabschiedet. Die anschließende weltliche Feier fand dann in der Turnhalle statt, bei der auch der Bürgermeister und sämtliche Kieferer Ortsvereine „ihrem“ Pater Glück- und Segenswünsche für seine neue seelsorgerische Aufgabe in Polen mit auf dem Weg gaben. Die MKK unterhielt dabei die vielen anwesenden Gäste musikalisch – und Pater Matthäus ließ es sich als langjähriger E-Gitarrist der Kapelle nicht nehmen, noch einmal in die Saiten zu greifen und sich so auch musikalisch zu verabschieden.

13
Dez

Ein Konzertabend als Gesamtkunstwerk

Zwei Uraufführungen bei den Cäcilienkonzerten in Kiefersfelden

Bei dem vor musikalischen Ideen sprühenden Dirigenten, Arrangeur, Chorleiter und Komponisten Hans-Jürgen Doetsch kann man bei seinen Konzerten sicher sein, dass sie immer etwas Neues, Interessantes, oft sogar Einmaliges enthalten. Dies stellte die Musikkapelle Kiefersfelden, die nun seit über zwei Jahre von Doetsch musikalisch geleitet wird, bei ihrem heurigen Cäcilienkonzert besonders eindrucksvoll unter Beweis – man kann den Abend eigentlich mit Fug und Recht als „Gesamtkunstwerk“ betrachten.

Die Einleitung des Konzerts übernahm der langjährige Gitarrist und Kieferer Ortspfarrer Pater Matthäus mit nachdenklichen, ruhige Tönen, bevor die Kapelle mit dem „Kieferer Jagdmarsch“ gleich zu Beginn die Uraufführung eines Doetsch-Werkes umsetzte: Mit gewaltigen Hörnerklängen, gefolgt von tänzelnd-verspielt wirkenden Sequenzen, abgelöst von choralartigen Klängen und einem großen Finale stellte Doetsch dem Publikum seine Gedanken über das Thema Jagd vor. Die darauf folgende Ouvertüre zur Oper „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini hatte es wahrlich in sich, findet man doch kaum ein vergleichbares Werk, das so prall gefüllt mit Romantik, Dramatik, Spannung und eingängigen Melodien ist, dazu noch bei einem oft halsbrecherisch schnellen Grundtempo und technisch äußerst anspruchsvollen Passagen, die vom Holzregister wirklich überzeugend gemeistert wurden. Auch das folgende Stück stellte die Kapelle vor ganz besondere Herausforderungen: Mit dem „Kaiserwalzer“ von Johann Strauss (Sohn) hatte Doetsch eines der bekanntesten Werke des Wiener Walzerkönigs herausgesucht – hier lag die Schwierigkeit weniger in der technischen Ausführung, als vielmehr im Erfassen der ganz besonderen Dynamik dieser Walzer und im möglichst perfekten Zusammenspiel. Aber auch diese Aufgabe meisterten die Musikanten mit Bravour, was vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus quittiert wurde. Mit der spritzig-flotten Polka „Freikugeln“, ebenfalls aus der Feder von Johann Strauss, wurden die Zuhörer dann in die Pause entlassen.

Der zweite Teil begann dann wieder mit einer Uraufführung eines Werkes des Kapellmeisters – mit „Leonardo“ hatte er sich an die musikalische Vertonung des, so wie Doetsch es ausdrückte, „genialsten Skizzierers der Kulturgeschichte“ gemacht und ein gewaltiges, vielschichtiges Werk erschaffen. Unterstützt wurde die Kapelle dabei von Hans Gfäller, der auf einer extra für ihn geschaffenen kleinen Seitenbühne Leonardo da Vinci spielte und dessen Vielseitigkeit und Genialität mit Skizzen, aber auch musikalischen Einlagen vor Augen führte.

Danach nahm Doetsch das Publikum mit auf eine Reise in die Frühzeit des deutschen Films, er hatte dazu eigens ein Medley unter dem Namen „Als die Bilder tönen lernten“ zusammengestellt. Mit einem letzten, äußerst eindrucksvollen und wiederum vom Dirigenten komponierten Werk endete dann der offizielle Konzertteil: „Feste Kufstein“ ist eine romantische Hommage an die Stadt Kufstein mit der alles überragenden Festung, aber auch an das weltbekannte „Kufsteinerlied“, beginnend mit einem kraftvollen, eindrucksvollen Ruf der Hörner und endend in einem grandiosen, alles überstrahlenden Finale.

Aber natürlich hatten die Kieferer auch beim diesjährigen Cäcilienkonzert noch ganz besondere Zugaben auf Lager: Zum einen „Lady Carneval“ von Karel Gott, überzeugend dargeboten von Tobias Fritz; zum anderen „Born to be wild“ mit einem singenden und E-Gitarre spielenden Pater Matthäus in der Hauptrolle auf dem „Motor-Rad“. Als letztes Lied gab es dann noch ein wunderschönes Weihnachtslied zu hören, „Christrose“, gesungen von Hans Petrat.

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